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Unfälle und tragische Ereignisse

Bei der äusserst gefährlichen Arbeit an der Anlage in Tyssedal und Skjeggedal waren Unfälle nicht zu vermeiden

Die meisten gingen glimpflich aus, aber ein paar schwerere Unfälle waren dabei.

 

Die Arbeit mit den Tunnel wurde für Hand gemacht. 16 Stollen mit jeweils 200 Meter Zwischenraum wurden gebohrt und gesprengt. Viele Arbeiter wurden benötigt. Die Arbeit lief nach Plan. Mit den damaligen Hilfsmitteln war das eine grossartige Leistung, mit nur wenigen kleineren Unfällen.

Der Schwede Ole Martin Olaussen überlebte einen Sprengungs-Unfall in Skjeggedal. Es knallte als wenn der ganze Berg auseinander reissen würde. Ole Martin kam zu sich bedeckt mit Steinstaub und Steinen von verschiedenen Grössen. Er lag da, blutig und mit zerrissener Kleidung. Als Ole Martin um sich sah, bekam er Angst und bat: „ Du grosser norwegischer Gott. Wenn du jetzt einen schwedischen Rallar beschützen kannst, werde ich mich später an dich erinnern!“

Auszug aus dem Buch Tyssefaldene von jan Gravdal und Vidar Våde

 

Arbeid med tverrslagtunnel 1907 Eine der Rallare-Mannschaften bei einem der Stollen 1907. Foto: Kraftmuseet Archiv

 

 

 

Ein Unglück am Berg

Aus dem Logbuch vom 13. Januar 1916:

Der Schwede Olufson fiel am 6.Januar von Schnittstelle 3 zur Schnittstelle 5 hinunter. Er wurde tot aufgefunden mit einem zerschlagenen Kopf sowie einige andere Schäden. Er wollte aus dem Wagen der Kabelbahn aussteigen um Beton auf die Plattform zu kippen. Aus unbekannten Gründen hat er seinen Halt verloren und ist direkt über den Hang gestürzt.

 

Schwierige Bedingungen am Berghang in Tyssedal. Foto: Kraftmuseet Archiv

 

 

 

Aus dem Logbuch vom 19.Mai 1913:

O.Tveito von der Firma E.B. wurde stark verbrannt und starb in Bergen.

Der Unfallbericht von Tyssefaldene:

”Am 15.Mai um 14 Uhr ist in der neuen Instrumentierung ein sehr tragischer Unglücksfall eingetreten, bei dem einen der Arbeiter der Firma Elektrisk Bureau, Herr O.Tveito stark verbrannt wurde und am 16.Mai im Bergen-Krankenhaus verstorben ist”. Auf Grund eines Missverständnisses zwischen den Arbeitern, einer von ihnen englischsprachig, war ein Generator immer noch Stromführend als Herr O.Tveito nach der Mittagspause wieder daran arbeiten wollte. ”Um 14 Uhr kamen E.B.’s Leute zurück von der Pause, und Tveito ahnte nicht dass der Generator bis hinunter zu den Drosselspuren stromführend war. Er muss mit einer Feile die er in der Hand hielt zwei Fasen kurzgeschlossen haben, so dass der Lichtbogen ihn fürchterlich verbrannte. Er sass nämlich so da, dass er nicht weglaufen konnte. Der Verunglückte wurde sofort von Dr.Kvam verbunden, und dieser hatte gute Hoffnungen ihn am Leben zu halten.Um 19.30 Uhr wurde er nach Bergen geschickt und ist um 7 Uhr am nächsten morgen dort angekommen. Ein Krankenwagen und Arztbehandlung war schon vorbestellt. Leider kam der Krankenwagen erst um 9 Uhr zum Schiff, und Tveito ist kurz nach seiner Ankunft im Krankenhaus verstorben.”

 

Interiør frå kraftstasjonen Tysso I Auch in der Kraftstation konnte die Arbeit gefährlich werden. Foto: Kraftmuseet Archiv

 

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Kraftmuseet

Norwegisches wasserkraft- und industriestadtmuseum


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